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Geschichte

Hütte


DIE GESCHICHTE DER LEUTSCHACHHÜTTE


Schon bald nach der Gründung der Sektion Zimmerberg wuchs der Wunsch, eine eigene Hütte in den Bergen zu besitzen. Zu diesem Zweck wurde an der Generalversammlung vom Herbst 1932 die Schaffung eines Hüttenfonds mit einer jährlichen Einlage von Fr. 100.- beschlossen. Die damals wirtschaftlich und politisch schwierige Zeit erschwerte die Realisierung der Hüttenträume. Umso mehr überraschte es, als Ende 1935 ein Vorstandsmitglied mit einem selber erstellten Bauprojekt für eine Hütte mit 17 Schlafplätzen im Kartigeltal (Meiental) im Urnerland, aufwartete.
Die Baukosten des mit Natursteinen gemauerten Gebäudes wurden mit Fr. 23'000.- voranschlagt. In der Folge wurde eine Hüttenbaukommission eingesetzt, welche sich zuerst einmal die Standortfrage abklären musste. Aus 19 Vorschlägen wurde über dem herrlich blauen Nidersee gelegener Standort im landschaftlich reizvollen Leutschachtal, ob Intschi ausgewählt. Mehr Mühe als die Wahl des Standortes machte aber die Finanzierung des Hüttenbaues.


DIE LANDIHÜTTE, 1939- 1940


An der Abgeordnetenversammlung 1937 beschloss der SAC, sich an der bevorstehenden Landesausstellung (Landi 1939) mit einer Muster- Clubhütte zu beteiligen. Im Vorfeld der Ausstellung führten Kontakte zwischen dem damaligen Zentralpräsidenten des SAC und der Sektion Zimmerberg zur Vereinbarung, dass die Landihütte am Ende der Ausstellung abgebaut und als sektionseigene Hütte im Leutschachtal neu aufgebaut werden soll. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges und ausgiebige Schneefälle im Spätsommer 1940 machten den Hüttenbau zu einem schwierigen Unterfangen. Trotzdem konnte die neue, 19 Schlafplätze aufweisende Hütte am 6. Oktober 1940, termingerecht zum 18. Geburtstag der Sektion Zimmerberg, festlich eingeweiht werden.


VERGRÖSSERUNG DER LEUTSCHACHHÜTTE, 1960- 1963


Bei der Planung der Landihütte ging man von Jahresfrequenzen von 300- 400 Übernachtungen aus. Schon bald nach Inbetriebnahme der neuen Hütte wurden aber über 800 Übernachtungen pro Jahr erreicht und die häufigen Überbelegungen der Leutschachhütte an Wochenenden beschäftigte die für die Hütte Verantwortlichen der Sektion immer wieder. Gegen Ende der 50er Jahre wuchs sich die chronische Überbelegung zu einem Missstand aus, der den Vorstand zum Handeln zwang. Im Januar 1960 konnte der Generalversammlung ein Vorprojekt vorgestellt werden, dieses sah eine Erweiterung der Hütte um je rund 25 Schlaf- und Sitzplätze vor und rechnete mit Kosten von etwa Fr. 55'000.-. Ein Jahr später beschloss die Sektion Zimmerberg, die Leutschachhütte mit einem Kostenaufwand von Fr. 65'000.- zu erweitern. Im Herbst 1961 genehmigte die Abgeordnetenversammlung des SAC das Bauprojekt und bewilligte eine Subvention von Fr. 26'000.-. Eine bei den Sektionsmitgliedern durchgeführte, intensive Sammelaktion ergab weitere Fr. 20'000.-, damit schien die Finanzierung des Bauvorhabens gesichert. Die im Sommer 1962 begonnenen Bauarbeiten hatte für die Sektion eine turbulente Zeit zur Folge. Anfänglich behinderte viel Schnee die Aushubarbeiten, nachher bereitete der Transport des Baumaterials grosses Kopfzerbrechen. Die Weigerung eines Grundeigentümers, die Alpwege für den Materialtransport zu benützen, machte es notwendig, dafür mit erheblichen Mehrkosten einen Helikopter einzusetzen. Nur dank einem bewundernswertem Froneinsatz vieler Sektionsmitglieder war es möglich, das Baupropramm einzuhalten. Ende Juni 1963 konnte dann die erweiterte Hütte eingeweiht werden, die Baukosten beliefen sich letztlich auf Fr. 82'000.-.


UMBAU DER LEUTSCHACHHÜTTE, 1984- 1986


In den 70er Jahren sahen sich die Hüttenverantwortlichen der Sektion in zunehmenden Mass mit Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk und am Innenausbau konfrontiert. Nachdem punktuellen Sanierungen kein nachhaltiger Erfolg beschieden war, fasste man ein umfassendes Sanierungsvorhaben ins Auge. Die Begutachtung des Vorhabens durch die Hüttenkommission hatte die Verweigerung einer Subventionszusage zur Folge. Die Hüttenkommission verlangte die Ausarbeitung eines Umbauprojektes mit dem Ziel, neben der baulichen Mängel gleichzeitig auch betriebliche Unzuläglichkeiten zu beheben.

WASSERKRAFTWERKBAU 2005 UND ANBAU WC & WASCHANLAGEN 2009


In den letzten Jahren ist wieder einiges passiert auf der Leutschachhütte. Durch die geänderten Ansprüche der Hüttengäste und vermehrte gesetzliche Vorschriften wurden die Hüttenverantwortlichen mit neuen Problemen konfrontiert. In den Schlafräumen wurden mit Trennwänden kleine Kojen geschaffen, was etwas mehr Privatsphäre für die Gäste zulässt. Dank dem Bau eines Wasserkraftwerkes haben wir seit dem Sommer 2005 Strom auf der Hütte. Der Bau dauerte nur 1 1/2 Monate und bereits mitte Juli konnte der Betrieb aufgenommen werden, was uns das Arbeiten um vieles erleichert. Die Lebensmittel können im Tiefkühl- oder Kühlschrank gelagert werden, heisses Wasser kommt aus dem Boiler, die Wäsche wird in der Waschmaschine gewaschen statt von Hand, um nur einiges zu nennen. Da die Hütte nun während gut 4 1/2 Monaten durchgehend bewartet wird, wurde der Platz für die Hüttenwarte zu eng. Das Zimmer teilen mit Wein, Pasta und Toilettenpapier wurde auf Zeit auch nicht mehr standesgemäss. Ebenfalls die alten, zusammenfallenden WC's draussen haben ausgedient. Im Sommer 2009 wurden die WC & Waschanlagen in die Hütte integriert und im 2. Stock entstanden ein Angestellten- Zimmer, das Hüttenwartszimmer und eine eigene Toilette, sowie weitere Lagerräume.

Herbst 2009


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